Auf dem Markt gibt es verschiedene Autogassysteme. Worin unterscheiden sich diese grundsätzlich?
Grundsätzlich kann man unter vier Autogas-Systemen unterscheiden:
Venturi-Prinzip
Diese Anlage arbeitet (wie es der Name schon sagt) nach dem Venturi-Prinzip (Vergaser-Prinzip). Im Ansaugtrakt wird vor der Drosselklappe ein Mischer eingebaut. Durch den Luftstrom wird am Mischer ein Unterdruck erzeugt. Das Gas wird von der vorbeiströmenden Luft mitgerissen. Diese Technik sollte allerdings in den heutigen modernen Kraftfahrzeugmotoren nicht mehr angewandt werden.
Kontinuierliche Gaseinspritzung
Bei diesem System werden Gaseinspritzdüsen vor den einzelnen Einlassventilen montiert. Hierüber wird das Gas mit einem bestimmten Druck kontinuierlich in den Ansaugtrakt gespritzt. Über eine elektronisch gesteuerte Gasmengenregelung wird dem Motor die jeweils benötigte Gasmenge zugeführt.
Sequentielle Gaseinspritzung
Hierbei werden elektronisch geregelte Einspritzdüsen vor den Einlassventilen montiert. An den Gaseinspritzdüsen liegt das Gas mit einem bestimmten Druck an. Die Düsen werden vom Gassteuergerät angetaktet. Über die Einspritzdauer wird die jeweils benötigte Gasmenge geregelt.
Sequentielle Flüssiggaseinspritzung
Dieses System unterscheidet sich grundlegend von den anderen, da hierbei kein Verdampfer benötigt wird. An den elektronisch gesteuerten Einspritzdüsen liegt das Gas in flüssiger Form an. Der Verdampfungsvorgang findet erst im Verbrennungsraum statt. Eindeutiger Vorteil bei diesem System ist die bessere Innenkühlung des Motors und der im Motorraum (durch den Wegfall des Verdampfers) geringere Aufwand beim Einbau.
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