Wie ältere Autos sauberer fahren

sup. - Altes Auto, viele Abgase, schlecht für die Umwelt? Diese Gleichung muss nicht selbstverständlich sein. Auch ältere Pkw und Nutzfahrzeuge lassen sich heute dank moderner Fahrzeug-Technologie in einen ökologisch vorbildlichen Zustand versetzen: Die zusätzliche Ausstattung mit einem Autogas-Antrieb sorgt für eine deutliche Minderung der Schadstoff-Emissionen, so dass schon heute eine Einhaltung der Grenzwerte auf dem Niveau kommender Abgasnormen möglich ist. Und weil Autogas (also Flüssiggas als Kraftstoff) mit einem reduzierten Mineralölsteuersatz politisch gefördert wird, kostet der Liter nur rund halb so viel wie Superbenzin. Dieser Preisvorteil ist es, der Autogas auch für ältere Autos so interessant macht: Der unkomplizierte Werkstatt-Eingriff hat sich nämlich vor allem bei Vielfahrern durch die niedrigen Betankungskosten schon bald amortisiert.

Im Gegensatz zu anderen Sprit-Alternativen mit wirtschaftlich nicht vertretbarem Montage-Aufwand bietet Autogas damit einen großen Vorteil: Bei jeder Ausrüstung eines Fahrzeugs aus dem Bestand greift die Entlastung der Umwelt ab sofort, nicht erst bei der zukünftigen Anschaffung eines entsprechend ausgestatteten Neuwagens. Würden in Deutschland nach dem Vorbild Frankreichs jährlich ca. 30.000 Fahrzeuge nachträglich mit einem Autogas-Antrieb ausgerüstet, dann könnten wir unserer Luft bis zum Jahr 2020 den Ausstoß von rund 4,5 Mio. Tonnen Kohlendioxid ersparen. Effektiver Umweltschutz im Straßenverkehr ist also auch ohne Mobilitätsverzicht und ohne enormen Kostenaufwand möglich.


Aktuelle Umfrage

Diese Chance zum Sparen und zur nachträglichen ökologischen Aufwertung der Fahrzeuge wird allmählich auch in Deutschland genutzt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Deutschen Verbandes Flüssiggas e. V. (DVFG). Danach handelt es sich bei 93,6 Prozent aller deutschen Autogas-Fahrzeuge nicht um Werksausrüstungen, sondern um Nachrüstungen bereits zugelassener Autos. Dies ist auch der Grund dafür, dass in den offiziellen Bestandszahlen des Kraftfahrtbundesamtes stets nur ein Teil der inzwischen mehr als 18.000 Autogas-Fahrzeuge in Deutschland auftaucht. Die bisweilen aus diesen Statistiken abgeleitete, vermeintlich langsamere Entwicklung etwa gegenüber den erdgasbetriebenen Fahrzeugen existiert also nur auf dem Papier, nicht real auf der Straße.

Die Baujahre der nachgerüsteten Fahrzeuge umfassen eine breite zeitliche Spanne von 1982 bis heute. Der überwiegende Teil, nämlich insgesamt 78 Prozent dieser Autos wurde in den Jahren 1996 bis 2003 gebaut, hätte also ohne die Autogas-Ausrüstung bis zur endgültigen Stilllegung noch etliche Jahre mit erhöhtem CO2-Ausstoß vor sich. Abgesehen von den unnötigen Spritkosten eine erhebliche Umweltbelastung, deren Vermeidung nicht auf spätere Zeiten vertagt werden sollte.

Quelle: Supress