Anfang des Jahres sind wieder einige Veränderungen für Autofahrer in Kraft getreten. Die wichtigsten Änderungen sollen hier einmal vorgestellt werden.


Fahrzeug per Internet abmelden

Fahrzeuge, die nach dem 1. Januar 2015 zugelassen worden sind, können jetzt ganz bequem über das Internet abgemeldet werden. Drei Bedingungen müssen hierzu jedoch erfüllt werden. Zum einen braucht man einen neuen Personalausweis, welcher die Möglichkeit bietet sich im Internet zu identifizieren, einen Fahrzeugschein der neusten Generation sowie eine Stempelplakette auf dem Kennzeichen. Unter dieser Stempelplakette befindet sich ein Code, welcher um die Abmeldung durchzuführen im Internet eingegeben werden muss. Der Gang zur Zulassungsbehörde ist für den Abmeldevorgang ist aber auch weiterhin möglich.


Nummernschildmitnahme

Seit dem 1. Januar diesen Jahres ist die Pflicht zur Umkennzeichnung bei Wohnortwechsel aufgehoben worden. Nun muss das Kennzeichen also nach einem Umzug nicht mehr zwangsläufig ausgetauscht werden, eine Ummeldung ist jedoch weiterhin nötig.


Strengere Bedingungen für Kurzkennzeichen

Bislang dürfte das für 5 Tage gültige weiß-gelbe Überführungskennzeichen auch für Fahrzeuge ohne gültige Hauptuntersuchung genutzt werden. Seit dem 1. April diesen Jahres ist das verboten und für die Überführung entsprechender Fahrzeuge muss ein Anhänger oder ähnliches verwendet werden.


Neue Norm für Verbandskästen

Seit Anfang des Jahres werden Kfz-Verbandskästen ausschließlich mit leicht verändertem Inhalt verkauft. Dazu gehören neben einem 14-teiligen Pflasterset auch zwei Reinigungstücher sowie ein Verbandspäckchen in Kindergröße. Wer noch einen alten Verbandskasten hat, kann diesen bis zum Ablauf des Haltbarkeitsdatums weiterverwenden.


Notrufsystem E-Call

Neue PKWs und Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen müssen ab dem 1. Oktober 2015 standardmäßig mit dem Notrufsystem E-Call ausgestattet sein. Darauf haben sich die europäischen Staaten geeinigt. Hierbei handelt es sich um ein automatisches Notrufsystem welches nach einem Unfall in der Lage ist eigenständig einen Notruf abzusetzen und Rettungskräfte anzufordern. Zudem wird eine automatische Verbindung zu den Fahrzeuginsassen hergestellt. Dieses System soll zwar die Sicherheit erhöhen, aus datenschutzrechtlichen Aspekten ist es aber höchst umstritten.


Neue Abgasnormen

Alle Neuwagen müssen ab 1. September die neue Abgasnorm Euro 6 erfüllen. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung saubere Fahrzeuge. Vor allem für Dieselfahrzeuge stellt diese Norm eine Herausforderung dar, nicht mehr als 80 Milligramm Stickoxide dürfen diese dann pro Kilometer ausstoßen. Das bedeutet eine weitere Verringerung der Abgase im Vergleich zur Norm Euro 5 um ganze 50%.


Vorteile für Elektroautos

Zwar soll die Steuerbefreiung neu zugelassener Elektroautos statt der bisherigen 10 Jahre ab Ende September nur noch 5 Jahre gelten, allerdings sind im Zuge des Elektromobilitätsgesetzes weitreichende Privilegien für Elektroautos geplant. So sollen unter anderem die Anzahl der Ladestationen erhöht und das Angebot ausgebaut werden, zum Anderen wird über Vorschläge diskutiert, Elektroautos beispielsweise auch das Befahren von Bus oder Taxispuren zu erlauben.


Bußgeldkatalog bleibt unverändert

Ein neuer bzw. veränderter Bußgeldkatalog ist zur Freude der Autofahrer erst einmal nicht vorgesehen. Einsehen kann man den aktuell geltenden Bußgeldkatalog auf bussgeld.de. Im Mai 2014 wurde die letzte Bußgeld-Reform durchgesetzt. Besonders das Punktesystem wurde überarbeitet. Ziel der Reform war es, das System zu vereinfachen. Für den Autofahrer haben sich dabei einige Dinge geändert. Nun ist der Führerschein beispielsweise schon nach 8 Punkten anstatt der bisherigen 18 Punkte weg. Das Punktesystem setzt sich dafür anders zusammen und Punkte sind nicht mehr so leicht zu bekommen. Als schwierig wird für die Autofahrer vor allem das Umrechnen bzw. Übertragen des Bestands im alten Punktesystem in das neue wahrgenommen.