Betriebskosten senken mit Autogas

sup. - Europas Autofahrer geben Gas: Mehr als 5,5 Mio. Fahrzeuge werden bereits mit dem schadstoffarmen Alternativ-Kraftstoff Autogas angetrieben. Der deutsche Anteil an dieser gewaltigen Autogas-Flotte entwickelt sich wegen der bis zum Jahr 2018 festgeschriebenen Steuervergünstigung mit enormen Wachstumsraten: Mehr als 180.000 Fahrzeuge sind es bereits, und schon in acht Jahren erwarten Verkehrsexperten einen Bestand von mehr als einer Million Autogas-Fahrzeugen auf deutschen Straßen. Damit erreicht auch die Schadstoffreduzierung durch diese Antriebsvariante eine beachtliche Größenordnung: Rund 1,27 Mio. Tonnen CO2 werden unserer Umwelt dann erspart bleiben.

Das wichtigste Argument für die Nutzer ist jedoch zweifellos der Preisvorteil gegenüber Benzin. Und ein Teil des derzeitigen Siegeszuges von Autogas dürfte darauf zurückzuführen sein, dass sich auch Flottenbetreiber und Fuhrparkmanager einem Slogan wie „Tanken für die Hälfte“ nicht länger verschließen können. Ob kleiner Taxi-Familienbetrieb, kommunale Betriebsflotte oder internationaler Paketzustell-Service: Der Anstieg der Kraftstoffpreise entwickelt sich zunehmend zu einem belastenden Faktor für die Betriebskosten. Und speziell dort, wo hohe jährliche Fahrleistungen die Regel sind, wird eine Investition in effektive Kostensenkungsmaßnahmen zum Wettbewerbsvorteil – vor allem dann, wenn die Amortisationszeiten klar zu berechnen sind. Denn diese Rechnung offenbart: Bei regelmäßigem Einsatz, wie er für Firmenautos ja typisch ist, rechnet sich der Umstieg auf Autogas, selbst wenn z. B. die „Flotte“ eines Fachbetriebs nur aus einem Service-Fahrzeug besteht.


Neuwagen mit Autogasantrieb

Auch die Automobilbranche hat den Trend erkannt. In Ergänzung zu den bisherigen Umrüst-Lösungen für den Fahrzeugbestand wird derzeit das Neuwagen-Angebot zahlreicher Hersteller ausgeweitet. Fahrzeuge ab Werk bzw. Neuwagen-Angebote mit Ausrüst-Kooperationspartnern gibt es mittlerweile z. B. von Subaru, Chevrolet, Mazda, Volkswagen, Fiat, Mitsubishi, Opel, Lada und Kia – teilweise sogar mit speziellen „Taxipaketen“, die neben dem Autogas-Antrieb auch die technische Vorrüstung für Taxi-Ausstattungen umfassen.

Quelle/Foto: Supress