Zurzeit sind die Benzinpreise nicht gerade verbraucherfreundlich. Sie steigen, dann gehen sie wieder zurück. Die Zukunftsprognosen lassen auch nichts Gutes erahnen. Verständlich, dass viele Autofahrer nach spritsparenden Möglichkeiten suchen. Die Vorstellung, die Tankrechnung dank Verwendung von Autogas zu halbieren, klingt daher mehr als verlockend. Autogas als Alternative zu herkömmlichen Treibstoffen wird in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen.

Es gibt nur einige wenige Hersteller, die entsprechend ausgerüstete Neuwagen anbieten. Doch viele ältere Modelle können nachgerüstet werden. Vor der für den Umbau getätigten Investition stellt sich die Frage, ob sich der Aufwand tatsächlich rentiert.


Was ist Autogas?

Bei Autogas handelt es sich um eine unter Druck verflüssigte Mixtur aus Propan und Butan. Mit einer Gaseinspritztechnik nachgerüstet, können Ottomotoren damit betrieben werden. Der Tankbehälter wird in der Reserveradmulde untergebracht. Zu beachten ist, dass ein Autogastank bis maximal 80 % befüllt werden darf. Danach sorgt ein Füllstoppventil für die automatische Abschaltung des Tankvorganges.

ADAC Umfragen zufolge liegt der Mehrverbrauch dem Benzinbetrieb gegenüber bei etwa 10-30 % (zur Umfrage - PDF) Grundsätzlich startet der Motor im Benzin-Modus und nach ca. 30-40 Sekunden stellt sich die Steuerung auf Gas um. Die Benzinbetrieb Phase kann sich in den kalten Wintermonaten und bei häufigen Kaltstarts geringfügig verlängern. Die Startvorgänge haben einen durchschnittlichen Benzinverbrauch von 0,35 Liter pro 100 km.


Welche Kosten entstehen?

Eine Umrüstinvestition liegt in der Regel zwischen 1.800 und 3.500 Euro. Diese wirkt sich natürlich bei einem Wiederverkauf positiv auf den Wert des Fahrzeugs aus.

Ein weiterer Kostenfaktor ist die Wartung der Anlage, die in der Regel von Gasanlagen Herstellern vorgeschrieben und alle 20- bis 25-tausend km fällig wird. Die Wartungskosten können zwischen 100 und 150 Euro betragen. Einige Anlagenhersteller schreiben die Anwendung von Zusatzstoffen wie "Flashlube" vor, die alle 20.000 km erforderlich ist. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 20 bis 25 Euro. Mit dem folgenden Amortisationsrechner können Sie die jährliche Ersparnis errechnen (zum Amortisationsrechner).


Tankstellen in Deutschland

In Deutschland ist das Tankstellennetz für Autogas ausreichend ausgebaut. Manche Tankstellen befinden sich abseits der Hauptverkehrswege oder haben eingeschränkte Öffnungszeiten. Sollte der Gastank leergefahren sein, so ist das für die Weiterfahrt nicht wirklich problematisch, da die Benzinausrüstung nach wie vor erhalten bleibt. Passende Apps helfen mittlerweile dabei, die passende Tankstelle in der Nähe zu finden z .B. mehr-tanken App


Einbau der Gasanlage

Der Einbau der Gasanlage sollte immer nur bei qualifizierten Betrieben erfolgen. Nur so ist gewährleistet, dass die Einbauvorgaben auch eingehalten werden. Viele Fachbetriebe, die auf Autogas umrüsten, sind bei https://www.autoservice.com/ aufgelistet.

Von Umrüstungen in Ländern wie Polen, wo deutlich geringere Preise zu zahlen sind, wird abgeraten. Aufgrund fehlender Genehmigungsunterlagen, wie einem Abgasgutachten, kam es in der Vergangenheit oft zu Problemen bei der TÜV Abnahme. Auch kann es zu Schwierigkeiten bei der Wartung, Service oder Gewährleistung kommen.