Autogas ist billiger als Benzin und schont somit nicht nur den Geldbeutel, sondern auch noch die Umwelt. Die Umrüstung kostet allerdings auch ein paar Tausend Euro, die Leistung sinkt, der Verbrauch steigt. Für wen lohnt der Wechsel?


Welche Möglichkeiten zum Umrüsten gibt es?

Grundsätzlich ist es möglich, alle Autos mit Benzinmotor umzurüsten – auch moderne Turbo-Motoren mit Direkteinspritzung. Trotzdem gibt es Ausnahmen von der Regel, weshalb sich Umrüstungswillige vor dem Umbau vom Umrüster eine schriftliche Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen lassen sollten. Der Gasumbau sollte ausschließlich in einem zertifizierten Fachbetrieb durchgeführt werden. Solche Werkstätten sind an einem blau-weißen Meisterschild und der Zusatzkennzeichnung "Anerkannter Betrieb für Gasanlagenprüfung" zu erkennen.

Abhängig vom Modell des Fahrzeugs beginnen die Kosten für den Einbau einer Autogas-Anlage bei 2.000 Euro. Je nach Kilometerleistung lohnt es sich, diese Kosten mit einem Kredit zu finanzieren, zum Beispiel von smava. Für die Umrüstung sind zwei bis drei Tage einzuplanen. Eingebaut werden dann in das Kfz ein Gastank, ein Gas-Einfüllstutzen, Leitungen und natürlich das eigentliche Gas-Einspritzsystem. Danach wird der Umbau vom TÜV begutachtet, geprüft und in die Kfz-Papiere eingetragen.

Der Umbau lohnt sich nur dann, wenn die Jahresfahrleistung mindestens 15.000 km beträgt – dann nämlich sind die Umbaukosten schon nach drei Jahren wieder drin. Experten raten, Kosten und Nutzen genau abzuwägen und gemäß den eigenen Fahrgewohnheiten nachzurechnen. Hierfür gibt es spezielle Amortisationsrechner.


Für wen eignet sich Autogas nicht?


Wer gerne schnell fährt oder wer oft einen Anhänger zieht, tut sich mit dem Gasumbau keinen Gefallen. Außerdem steigt die Gefahr eines Motorschadens. Am besten geeignet ist der Gasumbau für Pendler mit mäßiger Fahrleistung. Auch Autos mit kleinem Motor können sich mit einem Umbau schwertun. Übrigens sind LPG-Gasautos genauso sicher wie klassische Benzinfahrzeuge – das haben unzählige Crashtests bewiesen.

Derzeit kostet ein Liter Autogas etwa nur halb so viel wie ein Liter Superbenzin. Dies wird noch mindestens bis zum Jahr 2018 so bleiben, denn bis dahin ist Autogas steuerlich begünstigt. Ein Auto mit Erdgas spart übrigens auch noch Kfz-Steuer. LPG-Autos leider nicht, da sie zweigleisig fahren können. Zudem brauchen Autogasfahrzeuge zum Starten den Benzinantrieb. Erst nach ein paar Hundert Metern schalten sie dann auf Gasbetrieb um.