Chance für Alternativ-Kraftstoffe

sup. - Fluchende Fahrer, lange Staus vor den Tankstellen jenseits der Landesgrenzen und lauter werdende Rufe nach einem „Benzingipfel“: Der ungebremste Höhenflug der Benzinpreise sorgt für Empörung und Ratlosigkeit unter Deutschlands Autofahrern. So teuer wie heute war die Fortbewegung auf den eigenen vier Rädern noch nie – und ein Ende der Preisspirale ist nicht in Sicht. Nicht nur Berufspendler überkommt regelmäßig die Wut, wenn an ihrer Tankstelle schon wieder die Preisangabe nach oben korrigiert wird. Dabei sind die Tankstellen bzw. die Mineralölfirmen für den überwiegenden Teil der Spritpreise gar nicht verantwortlich. Dass jeder Tank-Stopp inzwischen immer größere Löcher in die Haushaltskasse reißt, liegt vor allem an den Steuern: Mineralöl-, Kfz- und Mehrwertsteuer machen zusammen fast 70 Prozent der Spritkosten aus!

Verkehrsexperten erwarten von den steigenden Benzinpreisen allerdings auch einen positiven Nebeneffekt: Schadstoffarme Alternativ-Kraftstoffe mit wesentlich geringeren Steueranteilen rücken zunehmend ins Zentrum des Interesses. Deutlich zu beobachten war dies bereits auf der letzten Leipziger Automobilmesse, wo der Stand mit flüssiggasbetriebenen Fahrzeugen meistens ebenso umlagert war wie die Luxus-Karossen italienischer Nobelmarken. Wegen der ermäßigten Mineralölsteuer kann Autogas immer noch zu Literpreisen von rund 55 Cent getankt werden. Und im Gegensatz zum stetigen Anstieg der Benzinpreise hält sich das Preisniveau von Autogas schon seit Jahren ungefähr auf diesem Stand. Die Einspar-Chancen durch den Umstieg auf einen Autogas-Antrieb wachsen also jedes Mal, wenn die Benzinpreise wieder eine Stufe weiterklettern. Bei einem durchschnittlichen Mittelklassewagen und einer Jahreskilometerleistung von 30.000 kann so durchaus ein Betrag von rund 1.300 Euro im Portemonnaie des Fahrers bleiben. Die Ausrüstkosten auf Autogas in Höhe von ca. 2.000 Euro haben sich also beim heutigen Preisgefüge bereits in deutlich weniger als zwei Jahren amortisiert. Ab dann kann bei jedem Tanken echt gespart werden – und das Fluchen überlässt man den anderen.


Quelle/Foto: Supress