513 Erdgasfahrzeuge beim 1. bundesweiten Erdgasfahrertag in Lünen

Strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen begleiteten den 1. bundesweiten Erdgasfahrertag am Samstag, 24. Juli, in Lünen. Die Stadtwerke Lünen hatten Erdgasfahrer aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland aufgerufen, an einem Rekordversuch teilzunehmen: Die größte Anzahl von Erdgasfahrzeugen auf einem Platz zu versammeln!

Zahlreiche Erdgasfahrer, die zum Teil mit ihren Familien aus dem gesamten Bundesgebiet und sogar aus der Schweiz, Österreich und den Niederlanden angereist waren, feierten die erfolgreiche Premiere dieses einzigartigen Events. Die Stadtwerke Lünen hatten es gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern Ruhrgas AG, RWE WWE AG und Gelsenwasser geschafft, 513 mit Erdgas betriebene Fahrzeuge an den Cappenberger See in Lünen zu locken.

„Die beeindruckend große Zahl von über 500 Erdgasfahrzeugen aus dem In- und Ausland, die sich hier in Lünen eingefunden haben, verdeutlicht, dass Erdgas als Kraftstoff eine überzeugende ökonomische und ökologische Alternative darstellt. Dies ist ein Rekord, der seine Nachahmer finden sollte. Ich bin mir sicher, dass der 1. bundesweite Erdgasfahrertag nicht der letzte dieser Art sein wird“, sagte der NRW-Minister für Verkehr, Energie und Landesplanung, Dr. Axel Horstmann, bei der Veranstaltung. Das Großevent fand im Rahmen der diesjährigen ECO Tour de Ruhr statt.

Forum für Erdgasinteressierte

Minister Horstmann begrüßte als Schirmherr der ECO Tour de Ruhr alle Teilnehmer des Rekordversuchs und der Rundfahrt gemeinsam mit hochrangigen Vertretern der nordrhein-westfälischen Unternehmen, die in der vom Ministerium ins Leben gerufenen Initiative „Rhein-Ruhr gibt Gas“ zusammengeschlossen sind.

Die Veranstaltung bot ein besonderes Forum für Erdgasinteressierte: Sie konnten sich direkt bei Erdgasfahrern und Autoherstellern über die Vor- und Nachteile von Erdgasautos informieren. Weitere Tipps zu Energiesparmöglichkeiten lieferten die Mitarbeiter der Energieagentur NRW im Energieberatungsbus. Umrahmt wurde der Erdgasfahrertag von einem abwechslungsreichen Programm mit Informationen, Showelementen und Musik. Am Abend folgten über 5000 Besucher der Einladung zur Beach-Party im Cappenberger Freibad und feierten bei Reggaeklängen und erfrischenden Cocktails den Ausklang einer gelungenen Veranstaltung.


ECO Tour de Ruhr 2004

Zieleinfahrt und Siegerehrung in Dortmund

Mit über sechzig Fahrzeugen waren die Teilnehmer der 12. ECO Tour de Ruhr am Donnerstag in Selm gestartet. Bei der viertägigen Energiesparrundfahrt durch das Ruhrgebiet siegte nicht der Schnellste, sondern derjenige mit dem geringsten Energieverbrauch. Ob Elektro, Solar, Hybrid, Biodiesel oder Erdgas – jede umweltschonende Antriebsart war willkommen. In diesem Jahr startete mit dem HydroGen3-Zafira sogar erstmals ein Brennstoffzellenauto.

Am Sonntag kamen die Fahrer ins Ziel an der Dortmunder Kleppingstraße. Gewertet wurde – je nach Antriebsart – in unterschiedlichen Kategorien. Die strahlenden Sieger erhielten gegen 15 Uhr in der Berswordthalle feierlich ihre Urkunden und Pokale. Zu den Gewinnern der ECO Tour de Ruhr 2004 gehörten u.a. in der Kategorie der Elektrofahrzeuge City El Michael Hubbe aus Karlsruhe. Mit seinem Elektro-Twike siegte Bernd Werner in der Twike-Klasse. Bei den Erdgasfahrern ging Daniel Ridders mit einem umgerüsteten Ford Mondeo als Sieger hervor; der Dortmunder Thomas Rux belegte den zweiten Platz. Michael Zander gewann die Wertung der Flüssiggasfahrzeuge mit einem VW Multivan. Auch der weit gereiste Alexander Popolov aus Moskau durfte sich über eine Auszeichnung freuen: Er gewann in der Kategorie Elektrofahrrad. Bei den Pflanzenöl- und Biodiesel-Fahrzeugen erreichte das Team um Ralf Caasen aus Düsseldorf den ersten Platz. Mit seinem Microcar – einem Elektrofahrzeug – sicherte sich Thomas Pernau den ersten Rang in der Elektroklasse bis 860 kg. In der darüber liegenden Kategorie ab 861 kg gewann Franz-Josef Schulte mit einem Citroen Saxo mit Elektromotor.

Selbst der zur Siegerehrung einsetzende Regenschauer verdarb den Fahrern nicht die Laune – schließlich konnten sie an allen drei Tourtagen zuvor ausgiebig Sonnenschein genießen.

Quelle/Fotos: txt-agentur