Umfrage zu alternativen Antriebskonzepten

sup. - Steigende Benzinpreise, alljährliche Smog-Warnungen und der Wirbel um die Feinstaub-Problematik haben mittlerweile so manchen Autofahrer ins Grübeln gebracht. Während sich die meisten bisher außer Benzin oder Diesel keine andere Kraftstoffart für ihre Mobilität vorstellen konnten, geraten allmählich auch die schadstoffärmeren Alternativen in den Blickpunkt. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass beispielsweise ein Liter Autogas an der Zapfsäule wegen der günstigeren Besteuerung nur rund halb so viel wie Benzin kostet. Mehr als 25.000 Fahrzeughalter haben ihr Auto mittlerweile mit einem zusätzlichen Flüssiggas-Tank ausrüsten lassen und schonen dadurch ihre Kasse sowie die Umwelt. Und offensichtlich gibt es unter Deutschlands Fahrern eine starke Tendenz, diesem Vorbild zu folgen: 94,9 Prozent sind grundsätzlich bereit, auf einen alternativen Antrieb umzusteigen. Zu diesem Ergebnis gelangt eine bundesweite Umfrage der DEKRA unter Autofahrern, die mit ihrem Fahrzeug zur regelmäßigen Hauptuntersuchung kamen.

Fast alle dieser potenziellen Umsteiger, nämlich 92,4 Prozent der Befragten, bekennen sich dazu, dass die Aussicht auf geringere laufende Kosten durchaus eine Motivationshilfe darstellt. Ein Resultat, das die Bedeutsamkeit der steuerlichen Anreize für eine effektive Schadstoffminderung deutlich bestätigt. Denn 82,2 Prozent der Autofahrer würden sogar einen höheren Anschaffungspreis fürs Fahrzeug akzeptieren, wenn er durch die niedrigeren Betriebskosten in überschaubarer Zeit wieder ausgeglichen wird.

Ob dies der Fall ist, lässt sich für den Alternativ-Kraftstoff Autogas leicht ausrechnen. Auf der Internet-Seite autogastanken.de gibt es unter der Rubrik „Kraftstoff / Kostenrechnung“ die Möglichkeit, den individuellen Amortisationszeitpunkt zu ermitteln. Dazu müssen lediglich die jährliche Fahrleistung, die bisherigen Verbrauchsdaten, die gegenwärtigen Kraftstoffpreise sowie die Kosten für die Autogas-Ausrüstung (ca. 2.000 bis 2.500 Euro) eingegeben werden. Ein Mausklick auf „Berechnen“ zeigt anschließend die zeitliche Spanne, ab der bei jedem Tankstopp bares Geld gespart werden kann. Ein Durchschnitts-PKW mit einer jährlichen Laufleistung von 30.000 km fährt beispielsweise bereits nach ca. zwei Jahren Autogas-Betrieb in die Gewinnzone. Es bestehen also berechtigte Hoffnungen, dass viele der Umfrageteilnehmer ihre theoretische Bereitschaft auch in die Tat umsetzen.


Quelle/Foto: Supress