Werkstätten kommen mit dem Einbau kaum nach

sup. - Über die hohen Benzinpreise stöhnen private Autofahrer ebenso wie viele Industrie- und Handelsunternehmen. Sie alle wissen nicht mehr, wie sie die gestiegenen Kosten für Mobilität auffangen sollen. Lediglich eine Branche kann nicht klagen – jedenfalls nicht über die Rekordpreise beim Sprit, denn denen verdankt sie ihren momentanen Aufschwung: Die Auftragsbücher der Umrüst-Werkstätten für Autogas-Antrieb sind gefüllt wie nie zuvor. Wobei „Umrüstung“ den Sachverhalt nicht ganz trifft. „Ausrüstung“ wäre angemessener, denn den Tank mit dem schadstoffarmen Autogas gibt es gewissermaßen als Zugabe. Der Benzintank bleibt auch nach dem Werkstatt-Eingriff erhalten, so dass ab sofort selbst während der Fahrt zwischen beiden Kraftstoff-Varianten umgeschaltet werden kann. Allerdings dürfte bei Literpreisen von rund 60 Cent für Autogas die Entscheidung nicht schwer fallen.


Autogas Boom

Diese Preisdifferenz zwischen Benzin und Autogas ist es auch, die den gegenwärtigen Boom bei den Ausrüstern ausgelöst hat. Die Nachfrage ist so groß, dass es teilweise sogar schon zu Engpässen bei der Lieferung der Einbausätze kommt. Wartezeiten von mehreren Wochen sind bei vielen Werkstätten keine Seltenheit. Verständlich, denn wer einen Termin ergattert hat, spart anschließend bei jedem Tankstopp mehr als die Hälfte der Benzinkosten. Die ca. 2.000 bis 2.500 Euro kostende Ausrüstung amortisiert sich also je nach Fahrleistung schon innerhalb von einem oder zwei Jahren. So sehr die Veränderungen beim Fahrzeug sich finanziell bemerkbar machen, so wenig fallen sie optisch auf. Von außen weist lediglich der zweite Füllstutzen zur Betankung auf die neuen Qualitäten hin, ans Armaturenbrett kommt der Schalter zur Wahl des Kraftstoffs. Sobald er auf Gasantrieb zeigt, sorgen unter der Motorhaube eine veränderte Einspritzanlage sowie ein elektronischer Mikroprozessor für zuverlässigen Fahrkomfort bei minimalem Gasverbrauch.

Quelle: Supress