Die HTWdS und der TÜV-Rheinland haben hierzu eine Prüfnorm erarbeitet

Viele Motoren leiden im Gasbetrieb unter einem höheren Ventil und Ventilsitz-Verschleiß. Im schlimmsten Fall kann dies letztlich zu einem kapitalen Motorschaden führen. In den letzten Jahren hat es zahlreiche Diskussionen darüber gegeben, wie man diese Problematik letztlich beheben kann.

Eine Zylinderkopfbearbeitung dürfte die eleganteste und vor allem sicherste Lösung sein. Diese Methode ist jedoch sehr kostspielig und verlängert die Amortisation erheblich. Daher bieten einige Hersteller sogenannte Additive an. Diese Produkte werden, zusätzlich zum Gaskraftstoff, dem Motor über den Ansaugkanal zugeführt.


TÜV Prüfnorm für Ventil-Sitz-Verschleiß Additive

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTWdS) hat, gemeinsam mit dem TÜV Rheinland, einen einheitlichen Labor-Prüfstandard entwickelt. Dieser ermöglicht eine Überprüfung der Wirksamkeit der unterschiedlichen Additive unter gleichen Bedingungen.

Für die Prüfnorm kommt ein Motorenprüfstand zum Einsatz. In einem 50 Stunden Dauerlauf können die Additive an einem gasbetriebenen Turbomotor (mit 4 Ventilen pro Zylinder) ihre Wirksamkeit unter Beweis stellen.


JLM hat die HTWdS bei der Umsetzung unterstützt

JLM Lubricants hat bei der Entwicklung des Testverfahren intensiv mitgewirkt und zugleich sein Ventilschutzadditiv „JLM Valve Saver Fluid“ als erstes Produkt nach dem neuen Standard prüfen lassen. Für die Additiveinspritzung kam das elektronische „JLM Valve Saver Kit“ zum Einsatz.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: „...JLM Valve Saver Fluid erwies sich als sehr überzeugend, da wir nachweisen konnten, dass es einen guten Schutz bietet...", sagte Prof. Dr.-Ing Thomas Heinze vom HTWdS. Demnach konnte der übermäßige Ventil- und Ventilsitz- Verschleiß im Prüflauf gestoppt werden.


Über die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes

Bereits seit langem beschäftigt sich die HTWdS mit der Erprobung und Entwicklung von LPG (Autogas) und CNG (Erdgas) Motoren. Hierbei arbeitet die Hochschule sehr eng mit zahlreichen Gas-System-Herstellern zusammen. Besondere Aufmerksamkeit lieferten die im Jahr 2005 gestarteten Projekte „V300+“ sowie „CO2-100minus“. Die Forschungsprojekte haben vor allem den Einsatz von Flüssiggas als Kraftstoff hierzulande maßgeblich mit vorangetrieben.

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