Noch vor etwa 10 Jahren waren Navigationsgeräte in der breiten Masse eher selten anzutreffen. Heute, in Zeiten, in denen viele schon nicht mehr wissen, wie man eine Karte liest, verfügt im Prinzip jedes Smartphone über eine Navigationsfunktion. Für wirklich zuverlässige Navigation greift man jedoch immer noch am besten auf ein Standalone-Gerät zurück.

Dabei muss das Gerät nicht zwangsläufig für den Betrieb in einem Auto bestimmt sein. Egal ob als Motorradfahrer, Fahrradfahrer oder schlicht als Fußgänger bspw. beim Wandern oder bei Spaziergängen in unbekannter Umgebung kann, der Einsatz eines Navigationssystems zweckmäßig sein. Das auf dem Markt verfügbare Angebot ist groß und für den unwissenden Interessenten ist es oft nicht leicht, den Überblick zu behalten. Im Internet lassen sich zahlreiche Testberichte finden, mit deren Hilfe man sich einen ersten Überblick verschaffen kann. Es lassen sich unter anderem bereits die Navi Testsieger 2015 (zumindest was den derzeitigen Stand angeht) vergleichen.

Die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Modellen sind groß. Es gibt Modelle für knapp unter 100 Euro sowie Modelle für über 300 Euro. Die Hauptaspekte, die es beim Kauf von Navigationsgeräten zu beachten gilt, sollen im Folgenden kurz aufgezeigt werden.


Kartenmaterial und Aktualität

Mittlerweile ist in den meisten Neuwagen der mittleren bis gehobenen Klasse ein fest installiertes Navigationssystem verbaut. In diesem Fall kann man auf den Hersteller-eigenen Karten-Service zurückgreifen und braucht sich in der Regel keine weiteren Gedanken um die Funktionsfähigkeit des Systems zu machen.

In allen anderen Fällen greift man auf die unterschiedlichen Services der einzelnen Navigationsgeräte Hersteller zurück. Hierbei gilt es darauf zu achten, dass das Kartenmaterial aktuell und passend ist. Vermeintliche Schnäppchen verfügen oft nur über veraltetes Material und sind damit schlicht nutzlos, sofern ein entsprechendes Update nicht durchführbar ist. Wer öfter in anderen Ländern unterwegs ist und dort auf die Unterstützung eines Navigationsgeräts zurückgreifen will, sollte natürlich darauf achten, dass das entsprechende Kartenmaterial für das jeweilige Land verfügbar ist.


Unterschiede in Sachen Funktionalität

Prinzipiell verrichten alle Navigationssysteme denselben Dienst. Ein Navigationssystem ist permanent durch ein GPS-Signal mit einem Sender verbunden. Es zeigt einem die verbleibende Distanz, die voraussichtliche Restzeit und etwaige Wegmarken an. Viele Navigationsgeräte verfügen mittlerweile über Zusatzfunktionen wie Stauwarner in Echtzeit, die es ermöglichen die Route an möglichen Staus vorbei zu lenken. Das spart neben Zeit vor allem Nerven. Auch verfügen die meisten Geräte über weitere Informationen rund um die Strecke wie Tankstellen, Raststätten, Hotels oder Autowerkstätten. Zusätzlich stehen Funktionen wie Geschwindigkeits- oder Spurwahlassistenten zur Verfügung. Wie genau und aktuell diese Informationen sind, hängt von dem zum Einsatz kommenden Hersteller ab.

Ein weiterer wichtiger zu beachtender Aspekt ist die Akkulaufzeit des Geräts, für den Fall, dass man sich jenseits von Stromquellen bewegt.


Fazit

In den meisten Fällen kann man sich bei allen aktuellen Geräten auf die angezeigten Informationen verlassen. Unterschiede bestehen vor allem in der Detailgenauigkeit. Hier hilft nur, zwischen diversen Geräten zu vergleichen. Auf neu gebauten Straßen oder in Terrain, welches kein gutes GPS-Signal zulässt, sowie in Tunneln oder Tiefgaragen fallen die meisten Geräte aufgrund der fehlenden GPS Anbindung aus.

Manche Zusatzfunktionen wie beispielsweise Radarwarnfunktionen sind in Deutschland verboten. Hier ist unbedingt darauf zu achten, dass die Funktion bei dem Gerät deaktiviert ist, sonst kann es unter Umständen teuer werden.