Für die Autogasbranche ist die Direkteinspritzmotorentechnik nach wie vor eine echte Herausforderung. Die im Markt etablierten Autogashersteller Vialle und Prins haben bereits seit Jahren erfolgreich, auch für die DI-Technologie, entsprechende Systeme am Markt. Doch gerade im Nachrüstbereich ist der Aufwand entsprechend hoch und setzt mitunter eine Modifikation der Benzinhochdruckpumpe voraus.



Medienwandler von Direct GasTec GmbH trennt die Kraftstoffe voneinander

Ein neues Unternehmen, die Direct GasTec GmbH, möchte einen anderen Weg gehen und in die Benzinhochdruckpunkte nicht eingreifen. Möglich macht dies ein neu entwickelter Medienwandler. Dieser wurde gemeinsam mit dem Hydraulikspezialisten MHA Zentgraf entwickelt. Der Wandler wird hinter der Hochdruckpumpe verbaut und gibt den Druck hydraulisch an das flüssige Autogas weiter.

Die nächste Generation der DI-Autogassysteme soll technische Probleme lösen

Das nutzen der Benzinhochdruckpumpe für den Autogasbetrieb hat bisher einige technische Herausforderungen mit sich gebracht. Die Pumpe wird vom Benzinkraftoff geschmiert. Da Autogas dieser schmierende Effekt fehlt, kann es hier unter Umständen zu einem schnelleren Verschleiß kommen. Ein weiteres Problem ist die Dampfblasenbildung von Autogas, welcher in der Hochdruckpumpe bei hohen Temperaturen auftreten und zu Schwierigkeiten beim Starten des Motors führen kann.

Da der Medienwandler (Benzin -> Autogas) erst nach der Hochdruckpumpe eingebunden wird, sind diese Komplikationen wohl gelöst. Nun bleibt abzuwarten, wann es die erste europäische Zulassung gibt und ob die Technik sich am Markt durchsetzen kann.

Bilderquelle: (CC0 Creative Commons)
pixabay.com © jonrossi