Seit geraumer Zeit drängen immer häufiger Reifen aus dem asiatischen Raum auf den europäischen Markt. Hier ist aber enorme Vorsicht geboten, denn meist sind diese Reifen, leider absolut nicht mit europäischen Qualitätsstandards zu vergleichen. Oftmals sind diese minderwertigen Reifen für den Laien nicht von einem Qualitätsreifen zu unterscheiden, deshalb soll hier auf die wichtigsten Punkte kurz eingegangen werden, die es beim Kauf von Autoreifen zu beachten gilt. Denn nur mit den richtigen Reifen ist man jederzeit sicher unterwegs.

Befasst man sich ein wenig intensiver mit dem Thema Autoreifen, so fallen einem recht schnell die vielen Kennziffern auf. Seit 2012 befinden sich zudem Aufkleber auf den Reifen, die Aufschluss über Abrollgeräusche, Haftung, Klassenkategorie und Kraftstoffeffizienz geben. Anhand dieser Kennziffern kann man sich relativ gut orientieren.


Abrollgeräusche

Das Symbol mit dem Lautsprecher verrät die Lautstärke der Abrollgeräusche. Dieses wird hier in Dezibel angegeben und ist sicherlich nur ein Richtwert, da der Untergrund, auf dem man fährt, einen bedeutenden Einfluss auf diese Abrollgeräusche hat. Hier wurde ein Mittelwert aus Messungen auf verschiedenen Böden ermittelt.


Haftung

Das Symbol mit der Wolke gibt die Kategorie der Nasshaftung, des Grips des Reifen an. Hier gibt es eine Abstufung von A bis G, wobei A für die bestmögliche Haftung steht. Gleichzeitig gibt dieser Wert Aufschluss über den Bremsweg. Je schlechter die Nasshaftung des Reifens, desto länger wird der Bremsweg und umgekehrt.


Kraftstoffeffizienz

Das Symbol mit der Tanksäule zeigt die Kraftstoffeffizienz des Reifens an. Auch hier ist eine Abstufung von A bis G vorhanden. Je nach Fahrzeugtyp können bis zu 0,15l Kraftstoff pro 100 Kilometer eingespart werden, wenn man einen Reifen der Klasse G durch einen der Klasse A austauscht.


Sommer-, Winter-, Allwetter-Reifen

Besonders wichtig für eine sichere Fahrt ist letztlich auch die Wahl des richtigen Reifens für die entsprechende Witterung. Es gibt eine leicht zu merkende Faustformel für die Entscheidung ob Sommer oder Winterreifen. Zumindest hier in unseren Breitengraden fährt man sicher, wenn man sich an die Regel hält:

Von (O)stern bis (O)ktober S(o)mmerreifen.

Winterreifen zeichnen sich allgemein durch ein gröberes Profil aus als Sommerreifen es besitzen, was sich auf Schnee und Matsch bewährt. Der Reifen hat eine bessere Haftung, die im Sommer allerdings nachteilig ist, da das Fahrzeug auf trockener Fahrbahn und höheren Temperaturen nur unnötig gebremst wird.

Von sogenannten Allwetterreifen sollte man generell nur dann Gebrauch machen, wenn man in relativem Flachland unterwegs ist und keine sonderlich harten Winter zu überstehen hat. In allen anderen Fällen lohnt es sich definitiv zur gegebenen Jahreszeit die Räder zu wechseln, um unnötiges Risiko zu vermeiden.

Wenn man mit dem Gedanken spielt, sich neue Reifen anzuschaffen, sollte man also auf jeden Fall darauf achten, dass man an einen seriösen Händler gelangt der Qualitätsreifen verkauft. Diese können unter Umständen doppelt so teuer sein wie die günstigsten Varianten, es ist aber stark davon abzuraten, hier auf Kosten der eigenen Sicherheit ein paar Euro zu sparen.

Wenn man sich an diese Qualitätsmerkmale hält und bestenfalls Reifen eines Markenherstellers erwirbt, ist man in Sachen Reifen auf der sicheren Seite. Ein guter Reifen schützt aber in keinem Fall vor überhöhter Geschwindigkeit, nicht mal mit einer Haftung der Kategorie A. Daher abschließend der Appell an alle Autofahrer: Nicht rasen! Allzeit gute Fahrt.