Eine Sache muss man sich bei der Autopflege immer vor Augen halten. Hier gibt es keine Universallösung, mit der in 5 Minuten alles sauber ist. Wer den Neuwagenglanz seines Fahrzeugs möglichst lange erhalten will, muss schon etwas Arbeit investieren. Doch keine Sorge! Wenn Sie systematisch vorgehen, ist auch das mit verhältnismäßigem Aufwand zu schaffen. Wir haben Ihnen deshalb einmal die wichtigsten Tipps zur Reinigung der Karosserie und des Innenraums zusammengetragen.


So bereiten Sie Ihr Auto richtig auf die Politur vor

Am schönsten sieht ein Auto natürlich aus, wenn es frisch poliert ist. Am besten machen Sie das in der Zeit zwischen April und Mai, wenn der Winter endgültig vorbei ist. Wichtig ist dabei, dass Sie die Politur nicht direkt auftragen, sondern Ihr Auto erst einmal von Grund auf reinigen. Führen Sie also zunächst eine ausführliche Wagenwäsche durch.

Tipp: Vergessen Sie dabei auch nicht den Unterboden. Nur so sind Sie sicher, auch wirklich alle Streusalzreste vom Winter abzuwischen.

Um zu prüfen, ob auch wirklich alle Verunreinigungen entfernt wurden, fahren Sie mit einem dünnen Handschuh über die Oberfläche. Hartnäckige Schmutzreste lassen sich auf diese Weise ganz einfach ertasten. Wenn Sie noch Unebenheiten spüren, verwenden Sie erst noch einen Lackreiniger, wie Sie ihn z. B. unter www.sonax.de finden. Befinden sich keine Farbtonunterschiede, milchige Teilflächen und Unebenheiten mehr auf der Oberfläche, können Sie mit der Politur beginnen.


So polieren Sie Ihr Auto richtig

Achten Sie bei der Auswahl der Politur darauf, dass sie nicht nur auf Lack, sondern auch auf alle anderen Untergründe angewendet werden kann. Das betrifft besonders Kunststoffe, wie sie bei den Dichtungsgummis verwendet werden. Einige Polituren hinterlassen auf solchen Materialien nämlich unschöne Flecken, die man kaum noch abbekommt.

Beim Polieren fangen Sie am besten auf dem Dach an. Dann arbeiten Sie sich Stück für Stück nach unten vor. Am besten geht das folgendermaßen:

  1. Reiben Sie die Karosseriefläche kreisförmig mit der Politur ein. Verwenden Sie hierzu ein weiches Tuch und reiben Sie so lange, bis die Flüssigkeit gleichmäßig verteilt ist.
  2. Lassen Sie die Politur eintrocknen.
  3. Entfernen Sie die Politur mit Polierwatte, sobald sie getrocknet ist. Führen Sie dabei Kreisbewegungen aus und wenden Sie die Watte häufig.
  4. Reinigen Sie mit dem durchtränkten Polierballen die Falzbereiche der Türen und die lackierten Teile des Motorraums.
  5. Polieren Sie alle Oberflächen mit einem frischen Polierballen nach. Polieren Sie bei der Gelegenheit gleich auch sämtliche Chrom-Applikaturen.

Noch ein kleiner Hinweis: Nach dem Polieren finden sich oft noch kleine matte Stellen auf der Karosserie. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um Schürfspuren auf der Oberfläche. Mit einer Schleifpaste aus dem Autozubehör-Shop lassen sie sich leicht entfernen. Damit Sie aber auch nach ein paar Wochen noch Freude an ihrem schönen glänzenden Auto haben, sollten Sie es richtig vor der Witterung schützen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie es geht.


Auch die Scheiben nicht vergessen

Wenn Sie mit der Karosserie fertig sind, sollten Sie sich bei der Gelegenheit auch gleich noch um die Scheiben kümmern. Hier können wir Ihnen vorab gleich eines empfehlen. Reinigen Sie zuerst die Scheibenwischer. Wenn sich unter den Wischerblättern noch Schmutz befindet, ist Ihre ganze Arbeit mit dem nächsten Regen zunichte gemacht. Darüber hinaus gibt es noch ein paar andere Stolperfallen, mit denen auch der eine oder andere erfahrene Autofahrer immer mal wieder zu kämpfen hat. Wussten Sie z. B., dass man Heckscheiben mit Heizdrähten auf keinen Fall mit Kreisbewegungen abwischen darf? Nur so ist eine möglichst schonende Behandlung möglich. Auch aus anderen Gründen sollte man viel Geduld aufbringen. Bei sixt-neuwagen.de erfahren Sie, wieso.


So pflegen Sie den Innenraum Ihres Fahrzeugs

Nachdem Ihr Auto nun wieder schön glänzt, geht es an die Pflege des Innenraums. Auch hier beginnen Sie wieder mit einer groben Vorreinigung. Nehmen Sie zunächst alle Matten aus dem Auto und klopfen Sie sie gut aus. Danach saugen Sie den Bodenbereich und die Sitze einmal komplett aus.

Achtung! Vergessen Sie dabei nicht die schmalen Zwischenräume zwischen den Polstern. Saugen Sie einfach mit dem schmalen Staubsaugeraufsatz.

Sollten die Sitzbezüge stärker verschmutzt sein, reinigen Sie sie mit einem Polsterschaum. Halten Sie sich hier genau an die Gebrauchsanleitung. Aggressivere Reinigungsmittel führen schnell einmal zu Farbveränderungen auf dem Stoff. Verwenden Sie ein Mittel zum ersten Mal, sollten Sie es erst an einer unauffälligen Stelle testen.


Was ist bei der Reinigung von Leder und Kunststoff zu beachten?

Sind Ihre Polster mit Leder überzogen, ist die Pflege etwas anspruchsvoller. Nehmen Sie hier zuerst wieder eine Grundreinigung vor. Das Pflegemittel würde die Schmutzpartikel sonst einschließen. Hier verwenden Sie am besten Lederfluids, wie Sie sie in vielen Autozubehörshops finden. Auch im Reitsportbedarf werden Sie fündig. Verwenden Sie zur Vorreinigung auf keinen Fall Sattelseife. Sie würde das Leder aufweichen, sodass es sich später verzieht.


Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Reinigen Sie die Ledersitze mit einem Lederfluid vor.
  2. Wischen Sie noch einmal mit einem Baumwoll- oder Frotteetuch über die Flächen. So entfernen Sie noch mehr Schmutz.
  3. Lassen Sie die Flächen trocknen, ehe Sie das Pflegemittel aufbringen.
  4. Bringen Sie das Pflegemittel mit einem Schwämmchen auf. Verwenden Sie am besten Pflegemittel auf Wachs- oder Harzbasis. Sie reinigen schonend und wirksam.
  5. Tragen Sie nicht zu viel Wachs auf. Überschüssiges Pflegemittel müssen Sie nachher wieder herunterpolieren. Halten Sie sich einfach an die Herstellerangabe.
  6. Lassen Sie das Pflegemittel einwirken und reiben Sie am nächsten Tag noch einmal mit einem Baumwolltuch darüber.

Jetzt wo auch das Leder wieder glänzt, müssen Sie sich nur noch um die Kunststoffteile kümmern. Das geht aber ganz schnell und einfach. Wischen Sie sie einfach mit einer Mischung aus warmem Wasser und Haushaltsreiniger-Konzentrat ab. Wenn Sie wollen, können Sie hinterher noch eine Plastikpflege auftragen.

Tipp: Sie wollen noch mehr für Ihr Auto tun? In diesem Ratgeber von t-online.de finden Sie 10 tolle Tipps, mit denen Sie die Lebenszeit Ihres Autos deutlich verlängern.

Jetzt bleibt uns nur noch, Ihnen viel Spaß mit Ihrem schönen sauberen Auto zu wünschen!

Fahren Sie vorsichtig!