Abbildung 1: So klein und unscheinbar sie aussehen mögen, so einen großen Effekt haben Zündkerzen auf die reibungslose Funktion des Fahrzeugs.


Zündkerzen waren in der Vergangenheit häufig Grund dafür, dass ein Fahrzeug nicht mehr rund lief. So ging der erste Griff des Mechanikers oft routinemäßig dorthin. Heute übernimmt das häufig die Elektronik des Fahrzeugs, die meldet, dass eine Zündkerze defekt ist. Was der Mechaniker in der Werkstatt dann zu Gesicht bekommt, ist eine meist verkohlte, geschmolzene oder verölte Elektrode. Wissenswertes rund um den Zündkerzenwechsel liefert dieser Beitrag.


Erste Anzeichen für eine defekte Zündkerze

Laut ADAC-Pannenstatistik 2012 war in 9,9 Prozent der Fahrzeug-Ausfälle die Zündanlage verantwortlich (vgl. https://www.adac.de/_mmm/pdf/PS2013_169836.pdf). Damit liegen Defekte an der Zündanlage auf Platz drei nach Defekten an der Einspritzanlage (10 Prozent) und defekten Batterien (31,7 Prozent). Grund genug, sich einmal anzusehen, wie Autofahrer eine defekte Zündkerze erkennen können.

Defekte Zündkerzen machen sich in der Regel schnell bemerkbar. Besonders deutlich, wenn es zu Zündaussetzern kommt, wodurch das Auto zu ruckeln beginnt, oder ein Zylinder komplett aussetzt. Beides führt zu einem deutlich veränderten Motorlauf. Spätestens dann sollte der Ursache schnellstens auf den Grund gegangen und die Zündkerzen bei Bedarf getauscht werden.

Warum manche Zündkerzen schneller kaputt gehen als andere, liegt häufig am Fahrverhalten. Besonders Fahrzeuge, die viele Kurzstrecken zurücklegen, brauchen tendenziell öfter neue Zündkerzen als andere. Der Grund: Wer ausschließlich auf Kurzstrecken fährt, gibt den Zündkerzen keine Möglichkeit, sich von Ablagerungen oder Verkrustungen freizubrennen. Dies ist nämlich erst ab Brennraumtemperaturen von etwa 400 Grad möglich.


Variantenvielfalt
mit Blick auf den Motor

Mit Blick in den Kfz-Teilehandel (z.B. bei https://www.kfzteile.net/angebote/lpg-zuendkerzen-22006741.html) wird klar: Die Auswahl an Zündkerzen ist vergleichsweise groß. Grundsätzlich unterscheidet der Profi in eine Variante mit und eine Variante ohne einen sogenannten Dichtring. Das ist aber längst nicht das einzige Unterscheidungsmerkmal, denn jeder Motor hat spezielle Anforderungen an die Zündkerze. Vor allem

  • das Gewinde (Durchmesser, Steigung),
  • die Länge der Zündkerze sowie
  • die Elektroden (Anzahl, Werkstoff, Wärmewert) sind Unterscheidungsmerkmal.

Der Wärmewert hat einen entscheidenden Einfluss auf die Haltbarkeit der Zündkerze. Zwar brauchen Turbomotoren Zündkerzen mit hohem Wärmewert, ist dieser allerdings zu hoch, zeigt sich dasselbe Problem wie bei Kurzstreckenfahrten: Die Zündkerze kann sich nicht von Ablagerungen befreien und muss folglich schneller ausgetauscht werden.


Die Do-it-yourself-Variante spart Werkstattkosten

Wer einen Defekt an den Zündkerzen festgestellt und bereits neue Zündkerzen geordert hat, kann diese auch selbst einbauen. Dabei hilft diese kurze Do-it-yourself-Anleitung:

  • Die Zündkerzen befinden sich auf dem Zylinder. Je nach Modell sind die Zündkerzen häufig mit einem Clip verschlossen, auch ist manchmal ein Zündmodul zu entfernen oder ein Kerzenstecker abzukoppeln. Herausgeschraubt werden die Zündkerzen dann gegen den Uhrzeigersinn mithilfe eines speziellen Zündkerzenschlüssels.
  • Im zweiten Schritt wird das Gewinde, in das die neue Zündkerze geschraubt werden soll, gereinigt. Dazu ist ein fusselfreies Tuch am besten geeignet. Bei der Reinigung ist es besonders wichtig, das Zündkerzenloch frei von weiteren Verschmutzungen zu halten.
  • Nach der Reinigung können die Zündkerzen (je nach Fahrzeug können es mehrere sein) wieder in das Zündkerzenloch eingedreht werden. Nun läuft das Fahrzeug wieder mit voller Zündkerzenpower.

 

Abbildung 1: pixabay.com © cindydangerjones (CC0 Public Domain)