Mit den steigenden Spritkosten für Benziner und Dieselfahrzeuge kommen immer mehr Autofahrer ins Grübeln, ob sie nicht auf  eine Autogasanlage umrüsten sollen. Dabei ist der Wechsel vom Benziner zum gasbetriebenen Fahrzeug für jeden Fahrzeughalter eine nicht leicht zu beantwortende Kostenfrage. Denn nicht für alle Autos und Fahrweisen lohnt sich die Umrüstung auf eine LPG-Anlage. Mit der Begünstigung von der Kraftstoffsteuer für Autogas durch die Bundesregierung im Jahr 2018, ist der Preisvorteil von bis zu einem Euro pro Liter enorm. So ist die Umrüstung von Benzin auf LPG oftmals eine gute Möglichkeit, um die Unterhaltskosten für ein Fahrzeug spürbar zu senken.

Der Aufwand zum Einbau hält sich in den meisten Fällen in Grenzen, so dass viele Autofahrer über die Umrüstung auf Fahrzeuge mit Gastank nachdenken. Experten gehen davon aus, dass die Spritkosten in den nächsten zehn Jahren um weitere 20 Prozent steigen werden, so dass man unter bestimmten Voraussetzungen wie dem Fahrzeugmodell und den wöchentlichen Fahrstrecken nicht zögern sollte sein Fahrzeug auf ein Autogas umzurüsten.

Um ein Benzinfahrzeug auf die Umrüstung vorzubereiten, sollte man auf ein paar wichtige Dinge achten. Demnach gilt es zunächst eine Rechnung aufzustellen, ob sich die Umrüstung tatsächlich lohnt. So haben wir Ihnen im Folgenden einen Ratgeber zusammengestellt, um eine Entscheidung pro oder contra Gasanlage zu treffen. So erklären wir wann der Umbau tatsächlich sinnvoll ist und wann nicht.

Kaum Wartungsbedarf bei Gasanlagen

Ein großer Vorteil bei Gasanlagen ist der sehr geringe Reparaturbedarf. Denn Gasanlagen benötigen lediglich einen jährlichen Check. Müssen dennoch Reparaturen an Gasanlage durchgeführt werden, sollte man sich für hochwertige aber dennoch kostengünstige Lösung entscheiden. Hier kann es sich lohnen auf das Plattform von Autobutler nach günstigen Reparaturmöglichkeiten zu suchen. Das Portal umfasst zahlreiche Angebote zur Reparatur einer Gasanlage. So fallen nach den hohen Einbaukosten zwischen 2.500 und 3.500 Euro meistens nur sehr geringe Nachfolgekosten für Reparaturen an.

Große Ersparnisse an der Zapfsäule möglich

Das Tanken von Gas wird bis in Jahr 2022 weiterhin von der Regierung subventioniert, so dass sich die steuerlichen Vergünstigen noch ein paar Jahre genießen lassen. Wie das Autogas ab dem Jahr 2022 besteuert wird ist noch unklar. In der Politik gibt es weiterhin viele Fürsprecher für eine Beibehaltung der steuerlichen Vergünstigen beim Autogas. Schließlich ermöglicht die Kraftstoffverbrennung die Emissionswerte in vielen Großstädten deutlich nach unten zu senken. Allerdings gelingt es die Schadstoffwerte nur nach unten zu bewegen, wenn auch ein entsprechender Filter in einer Autogasanlage verwendet wird.

Mit circa 60 Cent pro Liter Autogas sind die Kosten für eine Tankfüllung durchaus überschaubar. Während normale Benziner für eine ganze Tankfüllung circa 50 Euro zahlen, müssen Fahrzeughalter mit einem Gastank nur knapp die Hälfte bezahlen.

Der Einbau einer Autogasanlage ist Fachmännern vorbehalten

Die Gefahren bei einem falschem Einbau einer Autogasanlage können enorm sein. So sollte der Einbau einer Gasanlage nur in einer professionellen und spezialisierten Fachwerkstatt vorgenommen werden. Je nach Größe des Gastanks und Fahrzeugmodell können dabei Kosten von maximal 4.000 Euro entstehen. Wer viel mit dem Auto unterwegs ist, schafft es die Kosten für die Umrüstung schnell wieder hereinzuholen. Ab circa 60.000 gefahrenen Kilometern mit einer Gasanlage hat sich die Anschaffung amortisiert. Hier beginnt der Zeitpunkt, ab dem sich bei jeder Tankfüllung bares Geld sparen lässt. Dabei lohnt sich der Umbau einer Autogasanlage vor allem bei größeren Fahrzeugmodellen wie SUV, Kombis und Vans. Dabei sollten Fahrzeughalter beachten, dass sich die Gasanlage erst einschaltet, wenn der Motor auf Betriebstemperatur warm gefahren hat. Für kurze Strecken in der Stadt von weniger als 25 Kilometer pro Tag lohnt sich der Einbau einer Gasanlage nicht unbedingt. Die sinnvollste Investition ergibt sich bei einem Neuwagen, der auf langen Strecken gebraucht wird.

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