Abbildung : Das Lebenselixier des Motors ist Motorenöl. Allerdings muss dieses passend zum Fahrzeug gewählt werden.Motorenöl soll des Motors bester Freund sein, denn Motorenöl sorgt einerseits für die Kühlung des Motors und andererseits auch dafür, dass die Metallteile sich nicht buchstäblich aneinander aufreiben. Der Korrosionsschutz und die Reinigungsleistung sind weitere Aufgaben von Motorenöl.

In jedem Ratgeber wird die Viskosität als Entscheidungskriterium Nummer 1 tituliert, wenn es um die Wahl des passenden Motorenöls geht. Warum diese Eigenschaftsbezeichnung so hoch angesehen wird und was darüber hinaus noch wichtig ist, soll dieser Ratgeber zeigen.


Werkstatt oder Online-Handel - wo gibt es die bessere Qualität?

Nachdem das Internet heutzutage häufig der Lieblingsshop Nummer 1 ist, soll nun geklärt werden, ob Internet-Motoröl auch Autos Liebling ist. “Ein Blick ins Internet verrät zweierlei: Erstens kosten so genannte ‚No-Name-Produkte‘ zum Teil nur Bruchteile dessen, was für ein teures Marken-Öl fällig ist. Zweitens: Selbst Marken-Öle, die von der Werkstatt verwendet werden, bekommt man bei Internet-Händlern zu deutlich günstigeren Konditionen. Während ein Liter des kostbaren Saftes in der Vertragswerkstatt schon mal 30 Euro kosten kann, erhält man dasselbe Produkt im Internethandel für weniger als die Hälfte des Preises“, heißt es unter verbraucherfenster.hessen.de.

Und auch mit Blick auf die Qualität sei nichts zu beanstanden gewesen. Warum gerade Markenöle online günstig angeboten werden können (vgl. motoroel-tests.de/castrol-motoroel-test), erklärt sich so: Häufig werden online die Chargen verkauft, die nicht frisch abgefüllt wurden, sondern bereits ein paar Monate alt sind. Der Qualität des Öls tut dies keinen Abbruch. Es gilt nämlich bei Motorenöl eine grundsätzliche Haltbarkeit von etwa drei bis fünf Jahren. Bei einer längeren Lagerung komme es auf die Temperatur an, die zwischen 5 und 30 Grad Celsius liegen sollte. Sonneneinstrahlung schätzt Motorenöl ganz und gar nicht. Idealerweise wird das Gebinde originalverpackt gelagert und anschließend aufgebraucht. Geöffnetes Motorenöl ist circa ein Jahr haltbar.


Ein regelmäßiger Ölwechsel tut dem Motor gut

Motoröl wird mit der Zeit vom wichtigen Schmierstoff zum verrußten, verstaubten und verschmutzen Öl, das seine Schmierfähigkeit zunehmend einbüßt. Aus diesem Grund ist ein regelmäßiger Ölwechsel ebenso wichtig wie eine regelmäßige Autowäsche. Eine “passende” Jahreszeit wie etwa den Frühjahrsputz gibt es mit Blick auf das Motorenöl nicht. Eine Fahrleistung von 15.000 bis 30.000 Kilometer gilt als empfohlenes Wechselintervall mit Blick auf das Motorenöl. Grundsätzlich jedoch ist das Öl-Wechselintervall der Autohersteller zu beachten.


Die Viskosität des Motorenöls ist entscheidend

Viskosität bezeichnet die Fließfähigkeit des Öls. Diese wird nach einem genormten Klassifikationssystem, dem SAE-System, angegeben. Auch API und ACEA sind bekannte Spezifikationen mit Blick auf Automotorenöle.

Bei der Viskosität wird immer zweierlei angegeben:

  1. die dynamische Viskosität. Diese Kenngröße gibt Auskunft über die Fließfähigkeit des Öls bei niedrigen Temperaturen. Als Faustregel, um die Angaben zu verstehen, gilt: Je kleiner die Ziffer (0 bis 25) vor dem “W” ist, desto dünnflüssiger ist das Öl auch im Winter (und damit bei Kälte).
  2. die kinematische Viskostität. Sie ist das Pendant, also die Sommer-Viskositätsklasse. Je größer diese Zahl ausfällt, desto dickflüssiger ist das Motorenöl (bei 100 °C).

Grundsätzlich gilt: Ein Blick in die Fahrzeugangaben ist nötig, um das passende Öl ausfindig zu machen, das den Motor bei Sommer und Winter anspringen lässt.

Abbildung 1: pixabay.com © Krzysiek (CC0 Public Domain)