Zehn Antworten auf häufig gestellte Fragen

sup. - Immer mehr Autofahrer steigen um: Mit Autogas statt Benzin zahlen sie beim Tanken nur noch rund halb so viel wie bisher. Gleichzeitig profitiert die Umwelt, weil auch der Schadstoffausstoß sinkt. Je höher die Benzinpreise klettern, desto größer der Informationsbedarf über den Wechsel zum Gasantrieb. Wir haben deshalb die wichtigsten Antworten auf häufig gestellte Fragen zusammengestellt:


Was ist Autogas?

Autogas ist der weltweit meistgenutzte Alternativ-Kraftstoff. Es besteht aus Propan, Butan bzw. deren Gemischen und entspricht damit dem Brennstoff Flüssiggas, den wir auch als Heizenergie oder z. B. aus Feuerzeugen kennen. Autogas ist leicht transportabel und leitungsunabhängig, weshalb es für die Tankstellen keine Standortprobleme gibt.


Welche Vorteile bringt der Umstieg?

Für einen Liter Autogas müssen an der Tankstelle derzeit nur etwas über 60 Cent gezahlt werden. Dieser günstige Preis ergibt sich aus dem Energiesteuergesetz, das für Autogas eine steuerliche Vergünstigung vorsieht. Der Preisabstand zum Benzin wird auch weiterhin Bestand haben, weil die Vergünstigung bis zum Jahr 2018 festgeschrieben wurde.


Warum wird Autogas steuerlich gefördert?

Fahrzeuge mit Autogasantrieb liefern einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz: Der Ausstoß gefährlicher Treibhausgase ist wesentlich niedriger als bei anderen fossilen Kraftstoffen. Bereits im Jahr 2006, an dessen Ende in Deutschland mehr als 100.000 Autogas-Fahrzeuge im Einsatz waren, konnte durch deren Nutzung eine CO2-Minderung von rund 120.000 Tonnen erreicht werden. Ökologisch vorbildlich verhalten sich Autogas-Antriebe gerade auch bei den Feinstaubemissionen.


Was kostet die Ausrüstung mit einem Autogas-Antrieb?

Die Preise für den Werkstatteingriff, der ca. zwei Tage erfordert, hängen vom Autotyp und der Autogas-Anlage ab. Üblich sind Kosten von rund 1.800 bis 2.700 Euro, die sich bei Vielfahrern jedoch oft in weniger als zwei Jahren amortisiert haben. Die Ausrüstung sollte man grundsätzlich nur einem seriösen Fachbetrieb anvertrauen, der mit Autogas-Anlagen Erfahrung hat.


Was ändert sich nach der Autogas-Ausrüstung?

Nach einer fachgerechten Ausrüstung gibt es keine Unterschiede beim Fahrverhalten – außer einem etwas leiseren Motorengeräusch. Äußerlich ist ein Autogas-Fahrzeug lediglich an der zweiten Tanköffnung und einem kleinen Schalter am Armaturenbrett zu erkennen. Denn beim PKW wird üblicherweise die bivalente Betriebsweise gewählt, bei der der Benzintank erhalten bleibt. Das Umschalten zwischen beiden Kraftstoffen ist jederzeit möglich, selbst während der Fahrt.


Gibt es auch Neufahrzeuge direkt vom Händler?

Neben den Umrüstlösungen bieten immer mehr Kfz-Hersteller Autogas-Fahrzeuge ab Werk bzw. Neuwagen-Angebote mit Ausrüst-Kooperationspartnern an. Einige dieser Hersteller haben mit Autogas-Modellen bereits langjährige Erfahrungen in anderen Ländern. In Deutschland gibt es mittlerweile Neuwagen von Subaru, Chevrolet, Mazda, Volkswagen, Fiat, Mitsubishi, Opel, Ford, Lada und Kia.


Wo kann man Autogas tanken?

Auf deutschen Straßen gibt es inzwischen ein flächendeckend ausgebautes Netz von mehr als 3.000 Autogas-Tankstellen, das immer noch ständig wächst – auch an den Autobahn-Raststätten. Es wird erwartet, dass bis 2015 jede dritte Tankstelle Autogas anbietet. Die genauen Standorte und Öffnungszeiten lassen sich im Internet unter www.autogastanken.de abrufen.


Wie sieht es mit dem Tanken im Ausland aus?

In vielen europäischen Ländern wie z. B. Italien, Polen oder den Niederlanden gehören Autogas-Zapfsäulen seit langem zum üblichen Straßenbild. Für Reisen mit dem Autogas-Fahrzeug gibt es rund um Deutschland eine ausreichende Infrastruktur. Die Qualitätsanforderungen an Autogas sind europaweit einheitlich in der Norm DIN EN 589 geregelt.


Welche Reichweite bietet eine Flüssiggas-Tankfüllung?

Wegen der hohen Energiedichte und der niedrigen Betriebsdrücke von Autogas können die Tanks recht klein ausfallen. Bei vielen Fahrzeugmodellen hat sich die Variante eines platzsparenden, reifenförmigen Tanks für die Reserveradmulde durchgesetzt. Trotz dieser kompakten Maße sind damit je nach Modell Reichweiten bis zu 600 Kilometern problemlos möglich. Durch die Umschalt-Möglichkeit auf Benzinbetrieb lässt sich der Radius ohne Tankstopp sogar verdoppeln.


Dürfen Autogas-Fahrzeuge in Tiefgaragen parken?

Bei Einfahrtsverboten an Parkhäusern und Tiefgaragen handelt es sich meistens um völlig veraltete Schilder. Denn bereits 1988 wurden in der mittlerweile bundesweit geltenden „Muster-Garagenverordnung“ sämtliche Einschränkungen für das Parken von Autogas-Fahrzeugen in Tiefgaragen aufgehoben.

Quelle/Foto: Supress