E-Roller setzen sich mehr und mehr durch und sind immer häufiger im deutschen Straßenbild zu sehen. Im Gegensatz zu klassischen Motorrollern können die kleinen nahezu lautlosen Flitzer mit zahlreichen Vorteilen überzeugen und eignen sich doch nicht für jedermann. Was sollte man über E-Roller wissen?



Wodurch zeichnet sich ein E-Roller aus?

Rein vom Äußerlichen lässt sich ein E-Roller auf den ersten Blick kaum von einem klassischen Motorroller unterscheiden. Stutzig machen kann einen allenfalls der fehlende Auspuff. Bei genauerem Hinsehen, spätestens dann, wenn der E-Roller startet und sich in Bewegung setzt, wird durch das ausbleibende Motorengeräusch offensichtlich, dass es sich um einen elektrischen Roller handelt. Reichweiten-technisch tun sich bei E-Rollern die größten Unterschiede auf. Während manche Modelle nur etwa 30 Kilometer mit einer Akkuladung zurücklegen können und keinen austauschbaren Akku besitzen, kommen andere auf Reichweiten von über 80 Kilometern, welche sich durch einen Wechsel-Akku noch verdoppeln lässt.

Dabei gibt es eine ganze Reihe unterschiedliche Modelle, die sich nicht nur alleine durch ihre Höchstgeschwindigkeit und maximale Reichweite unterscheiden. Es existieren E-Roller für die Straße und auch für das Gelände. Auch rechtlich fallen E-Roller je nach Bauart, Leistung und Betriebsform in verschiedene Kategorien. Bei Höchstgeschwindigkeiten von maximal 25 km/h spricht man in der Regel von einem Fahrrad mit Hilfsmotor, bei bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h von einem Leichtmofa oder Kleinkraftrad. Im Gegensatz zu den langsameren Versionen können diese nur mit einer gültigen Fahrerlaubnis mindestens der Klasse AM gefahren werden. Wer Elektroroller online kaufen möchte, findet eine große Auswahl.

Für welche Zielgruppen ist ein E-Roller also besonders interessant?

E-Roller eignen sich vor allem für Personen, die in der Stadt leben oder oft nur kleinere Strecken zurücklegen müssen. Auch Pendler, die täglich 15 Kilometer zur Arbeit und wieder zurückfahren müssen, können in einem E-Roller eine gute Alternative zum Auto finden. Prinzipiell richten sich Hersteller von E-Rollern an Personen, die bereits einen klassischen Roller fahren oder solche, die über den Kauf eines solchen nachgedacht haben. Preislich liegen Neugeräte beider Art, also benzin- oder akkubetrieben sehr nah aneinander. Wer also auf eine möglichst emissionsfreie Fortbewegung Wert legt, der findet in E-Rollern eine gute Möglichkeit für kleine bis mittlere Strecken. Auch für Touristen eignen sich E-Roller, um die Stadt und die nahe liegende Umgebung auf 2 Rädern zu erkunden. Zunehmend drängen auch unternehmen auf den Markt, die eine ganze Flotte E-Roller in Städten zur Verfügung stellen. Diese kann man dann nach einer digitalen Anmeldung per Smartphone, zu einem meist sehr moderaten Mietpreis nutzen.

Elektromobilität wird ein zunehmend wichtigeres Thema in unserer Gesellschaft. Zwar gab es das erste funktionierende E-Auto bereits vor 100 Jahren, heute aber erst lassen sich Fahrzeuge aller Art massentauglich produzieren. Im Zuge dessen werden uns zukünftig mehr und mehr elektrisch betriebene Fahrzeuge im Straßenbild begegnen, seien es Autos, Busse, Bahnen, Motorräder, Roller oder Fahrräder. Weniger Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, weniger Feinstaubbelastung in den Innenstädten und Ballungsräumen sowie weniger Verkehrslärm machen diese Entwicklung begrüßenswert.

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