TÜV-Probleme nach Umbau im Ausland

  • jacek
  • Autor
15 Mai 2004 16:44 #1 von jacek
TÜV-Probleme nach Umbau im Ausland wurde erstellt von jacek
Hi,

fast jeder hat hier schon umgebaut, anderen einen SUPERTIP gegeben oder eine selbsteverbung geschaltet TOLLLLL.
Kaum zu finden sind Infos über Kosten und Probleme mit TÜV Abnahme nach dem Umbau im Ausland (egal Polen, Holland, Italien).

Ist ja alles toll:
mach den Umbau bei dem und der ruft einen anderenen und der wiederum kümmert sich um den Eintrag.

Für mich klingt das alles nicht seriös.

Wenn Ihr alle so super Profis seid dann schreibt bitte was wird vom TÜV / Dekra abverlangt (das was rechtlich ist) wo ich auch nicht nur in Osilandia sondern auch hier in Frankfurt einen Eintrag bekomme.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Marco
  • Autor
15 Mai 2004 19:01 #2 von Marco
Eine Eintragung der Gasanlage kann momentan nur vom TÜV vorgenommen werden.
Um eine Flüssiggasanlage einzutragen müssen alle Bauteile nach ECE-R67/1 Bauartgeprüft sein.
Weiterhin benötigst du ein Abgasgutachten (bezogen auf die jeweilige Fahrzeug-Ident-Nummer).
Für den Flüssiggastank benötigst du zusätzlich eine Druckprüfbescheinigung.
Und zu guter letzt wird eine Einbaubescheinigung einer autorisierten Fachwerkstatt benötigt.
Und wenn die Anlage dann noch Fachgerecht eingebaut wurde, bekommst du beim TÜV deine Eintragung.

Ich fasse mal zusammen:

- Alle Teile nach ECE-R67/1 Bauartgeprüft
- Ordnungsgemäßer Einbau der Flüssiggasanlage
- Einbaubescheinigung einer autorisierten Fachwerkstatt
- Abgasgutachten
- Prüfbescheinigung vom Flüssiggastank

Kleiner Ausblick in die Zukunft:
Einfacher wird es bei Gasanlagen die nach ECE-R 115 Typgenehmigt sind. Hierbei
beschränkt sich der Prüfaufwand auf eine Änderungsabnahme gemäß § 19 StVZO.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • jacek
  • Autor
16 Mai 2004 02:12 #3 von jacek
Ertsmal vielen vielen Dank

Jetzt stellen sich aber weitere Fragen:

- Alle Teile nach ECE-R67/1 Bauartgeprüft (Dürfte bei den Landi oder Prins kein Problem sein)
- Ordnungsgemäßer Einbau der Flüssiggasanlage (wie ist den das geregellt oder ist das Ermessensache des Prüfers)
- Einbaubescheinigung einer autorisierten Fachwerkstatt (was ist mit der Sprache, dieser Wisch muß wahrscheinlich übersetzt werden)
- Abgasgutachten (ist das normale ASU oder was besonderes)
- Prüfbescheinigung vom Flüssiggastank (Dürfte bei Staco kein Problem sein)
-Abnahme nur durch den TÜV (alle der s.g. Profis und .... schrieben das es die denen durch DEKRA abgenommen wär

-ECE-R 115 (wann tritt diese in Kraft und sind bis dahin all die schönen Gaanlagenteile schon nach der neuen Regel geprüft denn so wie ich mich schlaugemacht habe ist bis hute alles nach ECE-R67/1)

Auf der seite des www.gapplus.kfzgewerbenet.de gibts so viel zu lesen das ich langsam mein anfangseifer verliere.

Übrigens welche Anlage wäre denn für einen Jeep Wrangler 4.0 6 Zyl Bj. 91 geeignet. Nach den Berichten wäre Landirenzo Omegas oder Prins VSI des z. Zt. nonplusultra oder gibt es was besseres


Grüße Jacek

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Marco
  • Autor
16 Mai 2004 09:52 #4 von Marco
@ Jacek

» - Alle Teile nach ECE-R67/1 Bauartgeprüft (Dürfte bei den Landi oder Prins
» kein Problem sein)
» - Prüfbescheinigung vom Flüssiggastank (Dürfte bei Staco kein Problem
» sein)

Ich habe mal ein Fahrzeug gehabt das im Ausland umgerüstet wurde. Der
Kunde wollte die Anlage eintragen lassen.
Nur war dort weder der Gastank noch der Verdampfer nach ECE-R67/1
Bauartgeprüft. Verbaut war eine Prins-Venturi-Anlage.
Ich weiss allerdings nicht ob das bei der Prins VSI noch so ist.

Also besser vor dem Einbau überprüfen!

» - Ordnungsgemäßer Einbau der Flüssiggasanlage (wie ist den das geregellt
» oder ist das Ermessensache des Prüfers)

Es gibt Einbauvorschriften wie z.b. Gasleitung muss mit einem mindestabstand
von 10cm zum Auspuff verlegt werden etc....
Der Prüfer hat aber auch einen kleinen Spielraum der in seinem ermessen liegt.

» - Einbaubescheinigung einer autorisierten Fachwerkstatt (was ist mit der
» Sprache, dieser Wisch muß wahrscheinlich übersetzt werden)

Mmhhh... gute Frage. Kann ich leider so jetzt nicht beantworten. Werde mich
aber mal beim TÜV schlau machen. Oder weiss hier jemand anderes mehr darüber?

» - Abgasgutachten (ist das normale ASU oder was besonderes)

Nein, es handelt sich um ein spezielles Gutachten womit der Hersteller der
Gasanlage nachweisst, das die jeweilige Schadstoffnorm durch den Einbau
der Gasanlage erhalten bleibt!

» -Abnahme nur durch den TÜV (alle der s.g. Profis und .... schrieben das es
» die denen durch DEKRA abgenommen wär

Also ein Ingenieur von der Dekra hat mir mitgeteilt das er die Anlagen
nicht abnehmen darf, lasse mich aber auch gerne eines besseren belehren!

» -ECE-R 115 (wann tritt diese in Kraft und sind bis dahin all die schönen
» Gaanlagenteile schon nach der neuen Regel geprüft denn so wie ich mich
» schlaugemacht habe ist bis hute alles nach ECE-R67/1)

Seit November 2003 können Flüssiggasanlagen in allen Europäischen Ländern
nach ECE-R 115 typgenehmigt werden. Allerdings stehen bis dato noch keine
entsprechend Genehmigten Gasanlagen zur Verfügung.

» Übrigens welche Anlage wäre denn für einen Jeep Wrangler 4.0 6 Zyl Bj. 91
» geeignet. Nach den Berichten wäre Landirenzo Omegas oder Prins VSI des z.
» Zt. nonplusultra oder gibt es was besseres

Mmmhhh... da hat wohl jeder Umrüster so seine eigene Meinung und Erfahrung.
Ich persönlich schwärme für Vialle LPI (Flüssiggaseinspritzung) und Stargas Polaris.
Aber wie gesagt, da gehen die Meinungen auseinander!

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Gascharly
  • Autor
16 Mai 2004 11:57 #5 von Gascharly
Gascharly antwortete auf TÜV-Probleme nach Umbau im Ausland
»Also ein Ingenieur von der Dekra hat mir mitgeteilt das er die Anlagen
nicht abnehmen darf, lasse mich aber auch gerne eines besseren belehren!

In den alten Bundesländern werden Abnahmen nach &21 STVZO ausschlißlich vom TÜV, in den neuen Bundesländern ausschlißlich von der Dekra eingetragen.

****Deutsche Bürokratie*****?????
Gruß Gascharly

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Marco
  • Autor
16 Mai 2004 12:45 #6 von Marco
» In den alten Bundesländern werden Abnahmen nach &21 STVZO ausschlißlich
» vom TÜV, in den neuen Bundesländern ausschlißlich von der Dekra
» eingetragen.

Das ist ja Interessant zu wissen! Nur verstehen muss man(n) dass wohl nicht!

Aber wie du schon sagst -- Deutsche Bürokratie -- :-P

Gruß
Marco

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • jacek
  • Autor
16 Mai 2004 17:39 #7 von jacek
@ Marco

Bzgl. Abgasgutachten

in der Rechtliche Rahmenbedingungen für die Zulassung von Autogasfahrzeugen in Deutschland
habe ich nachgelesen:

>>Ab 2001 dürfen Neufahrzeuge nur noch zugelassen werden, wenn sie die Anforderungen der EURO 3 einhalten. Neben der Verschärfung der Abgasgrenzwerte müssen benzinbetriebene Fahrzeuge dann auch mit einem zusätzlichen Überwachungssystem für das Abgasverhalten (OBD-System) ausgerüstet sein. Da die bisherigen Autogasanlagen nicht für die Anforderungen eines OBD-Systems ausgelegt sind, sind hier Neuentwicklungen notwendig. Als Übergangslösung wurde in einer EG-Richtlinie festgelegt, daß Autogasfahrzeuge hierfür eine Übergangsfrist entsprechend wie für Dieselfahrzeuge in Anspruch nehmen können. D. h. für übliche Autogas-Pkw wird die OBD-Funktion erst ab dem 1. Januar 2004 gefordert. Handelt es sich um ein bivalentes Fahrzeug muß die OBD-Funktion aber im Benzinbetrieb erhalten bleiben.

Da die umgerüsteten Fahrzeuge Biwalent sind dedeutet das wenn als Benzinner mein Wagen die Abgasgrenzwerte einhällt dann muß dies für Gasantrieb nicht oder liege ich da Falsch.
Bekanntlich ist Schadstoffausstoß bei Gas niedriger.

Oder ist dir bekannt wie man so ein Gutachten über Abgas- und Geräuschverhalten des Autogasfahrzeuges bekommt und was es kosten kann?

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Gascharly
  • Autor
17 Mai 2004 07:06 #8 von Gascharly
Gascharly antwortete auf TÜV-Probleme nach Umbau im Ausland
Moderne Gasanlagen sind sequentiell und seriell. Diese Anlagen verarbeiten die Signale des Benzinsteuergerätes. Die Motorregelung wird hiermit im Gasbetrieb 1:1 übernommen. Ab Euro 3 sind Sequentanlagen vorgeschrieben, diese sind vollkommen OBD.-fähig. Also entsprechen Sequentanlagen dieser Rahmenbedingung.
MfG. Gascharly

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Herr Eisenbrandt Autohaus Kühn
  • Autor
11 Jan 2005 12:56 #9 von Herr Eisenbrandt Autohaus Kühn
Herr Eisenbrandt Autohaus Kühn antwortete auf TÜV-Probleme nach Umbau im Ausland
Wir möchten eine Jeep Wrangler 4.0 / BJ. 02 mit Flüssiggasanlage ausrüsten.
Leider haben wir keine Vorschläge welcher Gastank der günstigste ist.
Immerhin möchte der Kunde min. 50 Liter haben und auf seine hintere
Sitzbank nicht verzichten.

Kannst Du weiterhelfen, wären sehr erfreut über schnellstmögliche Antwort.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Gascharly
  • Autor
11 Jan 2005 14:27 #10 von Gascharly
Gascharly antwortete auf TÜV-Probleme nach Umbau im Ausland
» Kannst Du weiterhelfen, wären sehr erfreut über schnellstmögliche Antwort.
Ja, es giebt von Stako eine Tandemtankbatterie, die zwischen den Rahmen passt (unterflur)
Gruß Gascharly

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Ladezeit der Seite: 0.151 Sekunden